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Ein Missionsspital für die Quechua-Indianer Perus

Seit der Eroberung Perus durch die Spanier im 16. Jahrhundert haben Unterdrückung und Versklavung
das Leben der Quechua-Indianer bestimmt. Die harten Frondienste und eingeschleppten
Infektionskrankheiten reduzierten die Bevölkerung von anfänglich 15 Millionen auf 800.000 Menschen.
Politisch bleiben sie seitdem marginalisiert und psychologisch ist ihr Selbstwertgefühl gebrochen. Schon
als Kinder erfahren sie: „Wir sind Menschen zweiter Klasse!“ Besonders die Bergregionen Apurímac und
Ayacucho sind von der sozialen Deklassierung betroffen. Wo sie leben ist auch die Not zu Hause.
Das Leben der Inka-Nachfahren in baufälligen Lehmhütten ohne sanitäre Anlagen und Strom fordert
seinen Tribut: Cirka 50 % sind wurmverseucht, leiden an Hautinfektionen und Tuberkulose. Nur 1/3 der
Quechua-Indianer kommt in den Genuss adäquater medizinischer Behandlung. Die Lebensbedingungen
führen zu chronischer Unterernährung und verminderter Lebenserwartung. Sehr viele Kinder sterben
bereits im Säuglingsalter.
Der Tagelohn eines Arbeiters beträgt zwei USD. Das reicht oft nur für eine kärgliche Mahlzeit.
Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche fehlen. Die offensichtliche Ausweglosigkeit verleitet viele
Berglandbewohner zur Flucht in den Alkoholmissbrauch. Ganze Dörfer sind abends alkoholisiert. Manche
wandern in die Städte ab, um bessere Lebensbedingungen zu finden - und landen überwiegend in den
Armenvierteln. 50 % der Peruaner sind indianischer Abstammung, aber nur 1 % sind
Hochschulabsolventen. Ein Drittel der Berglandindianer sind Analphabeten.
2003 hat eine Befragung ergeben, dass mehr als 73 % der Kinder und Jugendlichen in ihrem Land keine
Perspektive mehr sehen, sie möchten lieber im Ausland leben.
 
Idee/Konzept
Das Ärzteehepaar Dr. Martina und Dr. Klaus-Dieter John aus Wiesbaden nimmt sich der Not der Quechua-
Indianer an. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, dort zu arbeiten, wo sie wirklich gebraucht werden. Als
überzeugte Christen sehen sie sich besonders den Ärmsten gegenüber verpflichtet.
Um der Not der Indios zu begegnen, gründete das Ärzteehepaar im August 2002 mit Gleichgesinnten den
Verein Diospi Suyana. Der Name bedeutet: Wir vertrauen auf Gott.
In diesem Vertrauen erstellten sie das Konzept für ein eigenes Missionshospital. Die Finanzierung erfolgt
ausschließlich aus Spenden über den Verein und über die in 2004 gegründete Diospi-Suyana-Stiftung.
Um die Verwaltungskosten des Spitals nicht zu sehr zu belasten, sieht das Konzept von Diospi Suyana vor,
dass sich die künftigen nicht-peruanischen Mitarbeiter jeweils durch einen eigenen Freundeskreis
finanzieren.
Seit dem ersten Spatenstich am 24. Mai 2005 entsteht in den Anden Perus ein modernes Krankenhaus,
das sich in erster Linie den Quechua-Indianern verpflichtet sieht. Die Dres. John wohnen seit August 2005
mit ihren drei Kindern unter den Quechuas.
 
Projektdaten
Gründung des Vereins Diospi-Suyana August 2002
Gespräche mit dem Gesundheitsminister Perus im Februar 2003
Erster Spatenstich im Mai 2005
Einweihung Amphitheater April 2006
Im Juli 2006 wird die peruanische Präsidentengattin Patin des Hospitals
Einweihung Missionshospital am 31.August 2007
Baukosten ca 3.000.000 USD
Klinikausstattung ca 2.000.000 USD
Für den Krankenhausbetrieb ca. 1.000 Unterstützer
Ca. 35 ausländische und 35 einheimische Mitarbeiter
 
Zielsetzung
Der Verein will den Berglandindianern durch den Bau und Unterhalt eines überkonfessionellen
Missionsspitals nach internationalen Standards in Südperu medizinisch helfen, ihr Kulturerbe fördern und
die Bergpredigt Jesu praktizieren. Alle Diospi Suyana-Mitarbeiter sollen der Volksgruppe der Indios im
Namen der Liebe Christi mit Respekt und Liebe begegnen. Das Hospital wird mit 50 Betten,
Intensivstation mit 5 Betten, 4 Operationssälen, Labor und Röntgenabteilung ausgestattet. Es können
voraussichtlich 100.000 Patienten pro Jahr behandelt werden. Schon jetzt gibt der Bau des
Krankenhauses den Quechuas wieder eine Zukunftsperspektive. „Ihr Krankenhaus ist zur Hoffnung aller
geworden“, so formuliert es eine Ärztin aus Abancay gegenüber Dr. John.
Ein Freilichttheater neben dem Hospital dient größeren Veranstaltungen (z. B. Konzerten, Kino,
Gottesdiensten) und wird bereits genutzt. Die Indios haben selbst keinen Raum für kulturelle
Veranstaltungen.
Um der Langeweile der Kinder etwas Positives entgegenzusetzen und ihnen von der Liebe Jesu zu
erzählen, gründeten Dr. Martina John und eine australische Missionarin, Lyndal Maxwell, vor einiger Zeit
einen Kinderclub. Einmal in der Woche erfahren die Quechua-Kinder Liebe und Annahme. Kein Wunder,
dass das Angebot wöchentlich von ca. 300 Kindern gern angenommen wird.
Im Februar 2007 wurde zusätzlich eine Gruppe für Teenager gegründet.
Diospi Suyana hilft also nicht nur medizinisch und mit ca. 35 Arbeitsplätzen, die Einheimischen eine feste
Lebensgrundlage bieten werden. Schon jetzt, während dem Bau des Spitals, entsteht eine große
Infrastruktur um das Krankenhaus, die weitere Arbeit für die Menschen vor Ort entstehen lässt. Der Name
Diospi Suyana steht auch für die Hilfe am ganzen Menschen, indem seine Mitarbeiter auf Jesus Christus
hinweisen und ihnen damit Hoffnung über den Tod hinaus vermitteln. Die gute Vernetzung zu den
Kirchen und Gemeinden Perus ermöglicht es, die Patienten nach ihrer Entlassung in eine Gemeinde vor
Ort zu verweisen.

Der Innenhof einen typischen Hauses im Bergland

Der Innenhof einen typischen Hauses im Bergland

 

Rundgang durch das Hospital (hier klicken)